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Vorträge und Seminare

Seminare mei Helmi Vent

SS 1994

John Cage – Ausgewählte (musik-)kompositorische Kriterien

Der Begriff des Komponierens ist im 20. Jahrhundert stark in Bewegung, wenn nicht ins Schleudern geraten. Zu diesem Schleuderprozess hat John Cage wesentlich beigetragen, indem er das Verständnis von Komposition und von Kompositionsmaterial wesentlich erweitert und vor dem Hintergrund bisher unüblicher philosophischer Konzepte neu definiert hat.

Was Cage's musikübergreifende Neudefinition kompositorischen Materials an Implikationen im Rahmen künstlerischer und pädagogischer Studien an einer Hochschule der Künste nach sich zieht, will diese Lehrveranstaltung in ihrem theorieorientierten Teil besonders in den Blick nehmen. In einem zweiten künstlerisch-praktischen Teil werden ausgewählte kompositorische Parameter die Grundlage bilden für ein Performance-Projekt im Werkstattformat.

Am 13. Oktober 1994 mündet das Werkstatt-Projekt in die Feier zur Studienjahrseröffnung 1994-95 an der Abteilung Orff-Institut der Hochschule Mozarteum. Kompositionsideen: John Cage. Projektkuratierung: Helmi Vent.

Projekt-Seite: Opening

Basislektüre

CAGE, John: Lecture. In: DU – Das Kulturmagazin. Ausgabe 5, S. 18-23, Zurich 1991
CAGE, John: Silence. Lectures and Writings by John Cage. New Hampshire (1931) 1961
CHARLES, Daniel: John Cage. In: BARCK, Karlheinz et al. (eds.): Aisthesis. Wahrnehmung heute oder Perspektiven einer anderen Ästhetik. Leipzig 1990, S. 336-353
KOSTELANETZ, Richard: John Cage im Gespräch zu Musik und geistigen Fragen unserer Zeit. Köln 1989

WS 1993–94

Total Art: Environment – Happening – Performance

In der nordamerikanischen Environment-, Happening- und Performance Art-Bewegung erleben wir seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts sowie in den provokatorischen europäischen Vorläufern der Dada-Bewegung, des italienischen Futurismus und der Aktionen der Surrealisten eine Hinwendung zu einer kunst- und lebenspraxisverbindenden Tradition.

Das Seminar fokussiert zum einen die ästhetischen Strukturen sowie die politischen und sozialen Funktionen der Total Art in ihrem interdisziplinären Neben- und Miteinander (nicht nur) künstlerischer Ausdrucksformen, zum anderen die besonderen Versuche von Wirklichkeitsbewältigung durch VertreterInnen der Total Art-Bewegung. Ob diese Versuche Impulse für künstlerisch orientierte Vermittlungsarbeit heute liefern können, wird Diskussionsstoff gegen Ende des Seminars.

Auftakt der Lehrveranstaltung: Ein gemeinsamer Besuch der laufenden "DADA"-Ausstellung in der Kunsthalle München (s. gesonderter Anschlag).

Basislektüre

BECKER, Jürgen und VOSTELL, Wolf (Hg.): Happenings. Reinbek bei Hamburg 1965
HENRI, Adrian: Total Art. Environments, Happenings and Performance. London 1974
JAPPE, Elisabeth: Performance Ritual Prozess. Handbuch der Aktionskunst in Europa. München, New York 1993
SCHILLING, Jürgen: Aktionskunst. Luzern 1978

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