Übersicht


seminars 560

 

19. November 2016

Songs of(f) Stage

Impulsvortrag im Rahmen des Symposium “Sound – Traces – Moves. Klangspuren in Bewegung”. Gesellschaft für Tanzforschung/gtf, Deutschland, 18.-20. November 2016, Salzburg (Österreich)

14:30 Uhr, Impulsvortrag
Tagungsort: Universität Mozarteum Salzburg, Orff-Institut (Österreich)

Der Vortrag rückt ein Performance-Projekt in den Mittelpunkt, das an der Universität Mozarteum Salzburg mit Performern der TanzMusikTheaterWerkstatt entwickelt worden und zur Eröffnung des 22. Internationalen Festivals zeitgenössischer Musik – ASPEKTE Salzburg, im Mai 1998 aufgeführt worden ist: „Songs of(f) Stage“. Das Mauricio Kagel gewidmete RaumKlangKörper-Theater nimmt in seinen 90 Aufführungsminuten die offenen und verdeckten Räume eines klassisch gebauten Theaters in den Blick, um mit Hilfe des ihm eigenen ‘Instrumentariums’ mit den real-vorhandenen Raumklängen und Klangräumen ins Gespräch zu kommen.

Gesamtes Abstract: Songs of(f) Stage (PDF)

 

10. April 2016

Zwischen Kunst und Kultur: Performance Art als eine integrale Form von “Doing Culture”

Vortrag im Rahmen von “The Asian Conference on Arts & Humanities 2016”, 7.-10. April 2016, Kobe (Japan)

12:00 Uhr, Vortrag, Art Center of Kobe, Kobe (Japan)

Es werden Ausschnitte kunstspartenübergreifender Feldstudien vorgestellt, die in ihrem künstlerischen Forschungsansatz nach integralen Formen künsterischer, kultureller und gesellschaftlicher Mitgestaltung im Sinne einer "Doing Culture" suchen. ... In Anbetracht von Studienkonzepten, die – entsprechend dem Thema dieser Konferenz – Arts and Humanities miteinander in Beziehung setzen, lassen sich die hier vorgestellten und durch audiovisuelle Dokumentationsbeispiele veranschaulichten Performance-Projekte als Applied Humanities auf der Basis performativer Künste einordnen.

Gesamtes Abstract: Zwischen Kunst und Kultur: Performance Art als eine integrale Form von “Doing Culture” (PDF)
unter http://iafor.org/acah2016-speakers (abgerufen am 15. Sept. 2016)

 

16. Februar 2016

Performing Arts – Performance Art: Zwischenräume und bewegliche Übergänge

Vortrag im Rahmen der “18th International Conference on Communication, Visual and Performing Arts Studies”, 15.-16. Februar 2016, Istanbul (Türkei)

10:30 Uhr, Vortrag, Istanbul (Türkei)

“Performing Arts – Performance Art: Zwischenräume und bewegliche Übergänge” lautet der Titel eines vierjährig angelegten künstlerischen Forschungsprojekts, das sich die Aufgabe gestellt hat, solche gleitenden Übergänge in den Zwischenräumen beider Genres herauszuarbeiten. Dabei greift dieses Paper eine Forschungsfrage aus dem Gesamtprojekt schwerpunktmäßig heraus, nämlich wie und unter welchen Bedingungen sich solche Übergänge zwischen Reinterpretation und Neuproduktion im performativen Prozess ereignen können.

Gesamtes Abstract: Performing Arts – Performance Art: Zwischenräume und bewegliche Übergänge (PDF)

 

2. Juni 2015

Andere Räume – Andere Klangräume. Raum als ein Katalysator für eine Kunst des Offenen

Vortrag im Rahmen der “6th International Conference on Visual and Performing Arts”, 1.-4. Juni 2015, Athen (Griechenland)

10:00 Uhr, Vortrag, Athens Institute for Education and Research (ATINER), Athen (Griechenland)

Wenn Musiker ihre gewohnten Proben- und Aufführungsräume verlassen und eines Tages in einem Park oder auf einem Friedhof ihr Instrument zum Klingen bringen oder auf einem Baum, einem Friseurstuhl oder unter einem Steinhaufen zu singen beginnen, dann ist das oft mehr als ein vordergründiger Austausch einer Örtlichkeit. Dahinter steckt oft ein tiefliegendes Sehnen, die Besetztheit der im musikorientierten Studienbetrieb gewohnten Raum- und Klanglandschaften mit ihren eingespielten Ritualen freizuschaufeln und neu zu bespielen.

Gesamtes Abstract: Andere Räume – Andere Klangräume. Raum als ein Katalysator für eine Kunst des Offenen (PDF)

 

3. Januar 2015

Arts and Humanities in a Global World - Artistic and Transcultural Field Studies

Vortrag und Podiumsdiskussion im Rahmen der “2nd Annual International Conference on Humanities & Arts in a Global World”, 3.–6. Januar 2015, Athen (Griechenland)

10:30 Uhr, Vortrag, Athen (Griechenland)
16:30 Uhr, Podiumsdiskussion

The paper begins by reflecting on the terms that comprise the conference’s theme: “Humanities”, “Arts” and “Global World”, and goes on to address questions about the potential for transforming the ‘big’ concepts into manageable categories of thinking, feeling and acting, that means to ‘humanize’ the “Humanities”. The attempt to bring about a transformation seeks to establish connections between the Humanities as academic disciplines and the Humanities as Applied Human and Cultural Sciences and/or as Applied Life Sciences.

Gesamtes Abstract: Arts and Humanities in a Global World - Artistic and Transcultural Field Studies (PDF)

 

20. August 2014

Lab Inter Arts - Eine Plattform für transkulturelle Performance-Projekte

Konzeptpräsentation und Diskussion im Rahmen der „Alpbacher Hochschulgespräche“

16:00 Uhr, Alpbach (Tirol)

Im Rahmen des Themenblocks „Universities of the Future - Showcasing Transformation in Action“ bei den „Alpbacher Hochschulgesprächen“ stellt Helmi Vent ihr Lehrkonzept LIA - Lab Inter Arts vor, für das ihr im Juli 2013 der „Ars docendi-Staatspreis für exzellente Lehre“ vom Bundesminister für Wissenschaft und Forschung verliehen worden ist. In ihrer Konzeptpräsentation wird H. Vent folgenden Fragen nachgehen und diskutieren: „Wie kann forschend-künstlerische Lehre akademische, künstlerische und kulturelle Grenzen überwinden? Wie kann künstlerische Performance zu Partizipation an sozialkulturellen und gesellschaftlichen Aufgaben anregen? Wie können Übergänge von fachlich-künstlerischer Qualifikation zu übergreifender Kulturarbeit ermöglicht werden?“
Die Hochschulgespräche - so die Aussendung des Europäischen Forum Alpbach - sollen eine „informelle Dialogplattform für nationale und internationale ExpertInnen und Stakeholder des Hochschulsektors sein“.

 

WS und SS 2012-2013

Lebenskünstler – Lebenskunst

Seminar in Verbindung mit gleichnamigem Interdisziplinären Projekt

Inhalte:

  • Textstudien, die anregen, sog. künstlerisches Tätigsein unter geschichtlichen, gesellschaftspolitischen und sozialkulturellen Perspektiven wahrzunehmen.li>
  • Basis der Textstudien: Feldarbeiten vor Ort, in denen ‚Geschichten’ von kontaktierten Lebenskünstlern, ihre Lebens‚Werke’ auf ihren jeweils eigenen Lebensbühnen Anlass für kleine gemeinsame Projekte vor Ort werden.
Basislektüre

BIANCHI, Paolo (1998): Das LKW. Vom Gesamtkunstwerk zum Lebenskunstwerk oder Ästhetisches Leben als Selbstversuch (Teil I)
In: KUNSTFORUM international (Ztschr.): Lebenskunstwerke (LKW), Bd. 142, Okt.- Dez. 1998, S. 50 ff
KUNSTFORUM international (Ztschr.) (1999): Lebenskunst als real life, Bd. 143
SCHMID, Wilhelm (1998): Das Leben als Kunstwerk. Versuch über Kunst und Lebenskunst. Ihre Geschichte von der antiken Philosophie bis zur Performance Art
In: KUNSTFORUM international (Ztschr.): Bd. 142 Okt.-Dez. 1998, S. 72-79
SCHMID, Wilhelm (1998): Philosophie der Lebenskunst. Eine Grundlegung
(Suhrkamp TB Wissenschaft Nr. 1385) Frankfurt/M., 10. Aufl. 2007
WELSCH, Wolfgang (2010): Was ist eigentlich Transkulturalität?
In: Lucina Darowska. Thomas Lüttenberg, Claudia Machold (Hg.): Hochschule als transkultureller Raum?
Kultur, Bildung und Differenz im Unterricht
(transcript) Bielefeld

 

2. November 2012

Lieder und Leiern.
Stimmen im Dialog mit Vertrautem und Fremdem bei sich selbst und bei Anderen

Präsentation und Diskussion von Filmdokumenten von Vokal-Labor-Projekten
im Rahmen der 9. Internationalen „Stimmtage Stuttgart“
Stuttgart, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, 9:00 Uhr

Die Performer in den vorgestellten Vokal-Projekten sind Studierende aus unterschiedlichen Studienbereichen am Salzburger Mozarteum, VoiceArtists als Gäste sowie Menschen aus dem Salzburger Umfeld, die Interesse daran haben, neue Lieder über Improvisationen entstehen und ‚alte’ Lieder wieder neu werden zu lassen. Je nach Herkunft und Ausbildungssituation lehnen sich die Vokalsprachen der Performer auch an Techniken westlich-klassischer Gesangskulturen an (Filmbeispiel).

Dass die Klangsprachen auch Verkörperungen von Vorstellungs- und Lebenswelten der Performer sind, lässt die „Lieder und Leiern“ in kleine Ausdrucksformen von Lebenskunst hineinreichen (Filmbeispiel). Gleichermaßen sind die „Lieder und Leiern“ ein immerwährender Anlass, Prozesse der Einverleibung und Ausgrenzung von ‚Fremdem’ ins Bewusstsein zu rücken und sich singend und spielend mit den ‚Liedern’ von Anderen im Kontext der jeweiligen lebensgeschichtlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten auseinanderzusetzen (Filmbeispiel).

 

29. September 2012

Künste-Labor? Nein Danke! Lieber was Handfestes.

Vortrag, Filmpräsentation und Gesprächsaustausch
Bremen, Haus der Wissenschaft, 11:00 Uhr

Mit dem ‚Handfesten’ ist das so eine Sache. Kaum hat sich Festes gefestigt, gleitet es uns aus der Hand. Überraschend. Unvorhersehbar. Aber gerade in dieser Unvorhersehbarkeit selbst- oder fremdproduzierter Flügelschläge von Schmetterlingen setzt das Interesse des Vortrags an: Es bekennt sich zu experimentellen Labor-Versuchen (nicht nur) in den Künsten, zu wackeligen Versuchen des Suchens und Versuchens, das im achtsamen Umgang mit Ungewissheit seine Stärke zeigt.
Labor-Modell: Das LIA – Lab Inter Arts an der Universität Mozarteum Salzburg

 

SS 2012

Verbindungen von Musik und Tanz nach 1970

In dem variantenreichen Beziehungsverhältnis von Musik und Tanz – ob nach hierarchisch geordneten oder in wechselseitig durchdringenden Prinzipien tänzerischer und musikalischer Gestik oder ob in Form einer autonomen Dialogführung beider Künste – geht es, unterstützt durch Filmdokumentationen, um ein Herausarbeiten

  • von anthropologisch-kulturellen Hintergründen und Gegebenheiten ausgewählter Ausprägungsformen mitteleuropäischer Musik-Tanz-Landschaft
    (schwerpunktmäßig ab 1970),
  • von ästhetischen Eigenarten, die das Zusammenwirken beider Künste in diesen gewählten Ausprägungsformen bestimmen,
  • von unterschiedlichen Funktionen der einzelnen Ausdrucksformen in der Spiegelung gesellschaftspolitischer Konzepte.

Grundlage der Auseinandersetzung bilden ausgewählte Schriften von Musik- und Tanzkünstlern, Musik- und Tanzwissenschaftlern sowie Kunstphilosophen der vergangenen Jahrzehnte.

Basislektüre

VENT, Helmi: Funktionen musikalischer Komposition im zeitgenössischen Tanztheater
In: Gesellschaft für Tanzforschung (Veröff.) / KLEIN, Michael (Hg.): Tanzforschung, Bd. 2/1991,
Nötzel Verlag, Wilhelmshaven 1992
REININGHAUS, Frieder/SCHNEIDER, Katja (Hg.): Experimentelles Musik- und Tanztheater. Reihe: Handbuch der Musik im 20. Jahrhundert – Band 7.
Laaber, Laaber 2004

 

WS 2011-12

Von Dada bis dato. Prozessorientierte Konzepte in den Künsten

Die Lehrveranstaltung wirft ein paar Spotlights auf verschiedene Strömungen, Werke und Schlüsselfiguren in den Künsten des 20. Jahrhunderts bis hin zu künstlerischen Crossover-Laboratorien unserer Tage. Bei den ausgewählten Strömungen rückt der Prozess des Kunstmachens, der Prozess des Werdens und Entstehens von Kunst in den Mittelpunkt: Dada, Fluxus, Happening, Performance, Site Specific Art u.a.. Die Auseinandersetzung mit situativen Bedingungen des Art-Making Process, das Experimentieren mit Materialien und Techniken, mit Kommunikations- und Interaktionsformen etc. werden dabei selbst zum Thema von Kunst und suchen in den Laboratorien des 21. Jahrhunderts immer wieder nach neuen Versuchsräumen für eine Integration der Künste ins gesellschaftliche, politische und soziale Leben.

Grundlage der Orientierung und Auseinandersetzung bilden ausgewählte Texte sowie Klang- und Filmbeispiele.

Basislektüre

DREHER, Thomas: Performance Art nach 1945. Aktionstheater und Intermedia.
Wilhelm Fink, München 2001

 

WS und SS 2009-2010

Projektarbeit im interkulturellen Kontext

Schwerpunkt: westliche (zentraleuropäische) und südasiatische Kultur (Indien)

Das Seminar im Rahmen "Ästhetischer Theorien" ist eine Ergänzungs-Lehrveranstaltung zum interkulturellen Projekt "ConCom" auf der Kooperationsschiene LIA – Lab Inter Arts (Mozarteum Salzburg), Boston University (USA) und Kala-Academy/Goa (Indien). Das Seminar ist ein Angebot im Rahmen des "Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst" der Salzburger Universitäten Paris Lodron und Mozarteum.

Das Seminar fokussiert

  • philosophisch-religiöse sowie sozial-gesellschaftliche Fragestellungen in Bezug auf indische Kultur und in Bezug auf die geplante performative Laborarbeit vor Ort,
  • ästhetische Ausprägungsformen ausgewählter indischer Klang-, Tanz- und Performance-Künste, gewählten Ausprägungsformen bestimmen,
  • Projektbedingungen, die sich an kontextuellen Gegebenheiten und Ressourcen orientieren werden,
  • Dokumentationsformen der ersten Projektentwicklungsphase und deren geplante Evaluation im SS 2010.

Das mehrjährig angelegte ConCom-Projekt begibt sich im Dezember 2009 in seiner ersten Phase nach Mumbai und Goa. Im Januar 2010 wird die LV nach der Rückkehr der ProjektteilnehmerInnen regulär fortgesetzt.

Basislektüre

MALL, Ram Adhar: Philosophie im Vergleich der Kulturen. Interkulturelle Philosophie - eine neue Orientierung
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1995
HAN, Byung-Chul: Hyperkulturalität. Kultur und Globalisierung
Merve, Berlin 2005

 

WS 2008-09

Interkulturelle Projekte in den Künsten – Konzepte und Modelle

Die Lehrveranstaltung befasst sich zunächst mit dem Bezugsverhältnis von Kunst-Kultur-Interkultur. Auf dieser Hintergrundplattform werden – begleitet von Filmbeispielen – Konzepte von Künstlern und Künstlerinnen, die ihre Entwürfe in interkulturelle Zusammenhänge eingebunden haben, vorgestellt und diskutiert. Die Konzeptdiskussionen werden ergänzt durch Live-Präsentationen von Vertretern und Vertreterinnen aus verschiedenen Kunst- und Kulturbereichen.

Partner der Lehrveranstaltung: Leopold Kohr Akademie, Salzburg; Kulturelle Sonderprojekte Salzburg; K. initiative junge kultur salzburg

Basislektüre

VENT, Helmi: Intermediale künstlerische Bildung in der Projekt- und Kulturarbeit. Statement
In: PASUCHIN, Iwan (Hg.) (2007): Intermediale künstlerische Bildung. Kunst-, Musik- und Medienpädagogik im Dialog
Kopaed, München, S. 63–69

 

WS 2007-08

Raumdimensionen in den Künsten

Das Interesse der Lehrveranstaltung gilt ausgewählten zeitgenössischen Strömungen und Leitideen von Labor- und Inszenierungsfeldern, in denen Räume bzw. Orte den Anlass gegeben haben für die Entstehung von Bewegungs-/Aktions-/Klang-/Skulptur- etc. -Künsten. Um die ästhetischen, sozialkulturellen und gesellschaftspolitischen Hintergründe solcher Strömungen in der Gegenwart verstehen und einordnen zu können, werden auch Vorläufer von Raum-Inszenierungskonzepten aus dem 20. Jahrhundert vorgestellt. In Verbindung mit dem Konzept "Doing Culture" werden die theoretischen Studien der LV durch künstlerisch-kulturelle Praxisaspekte in Laborräumen vor Ort komplementiert und didaktisch reflektiert.

Die LV ist ein Angebot im Rahmen des "Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst / Paris Lodron Universität Salzburg und Universität Mozarteum Salzburg".

Basislektüre

ANGERMANN, Klaus / BARTHELMES, Barbara: Die Idee des klingenden Raumes seit Satie
In: JOST, Ekkehard (Hg): Musik zwischen E und U
Schott, Mainz, London, New York, Tokio 1984, S. 107–126
SEITZ, Hanne: Räume im Dazwischen. Bewegung, Spiel und Inszenierung im Kontext ästhetischer Theorie und Praxis
Klartext, Essen 1996
SCHROER, Markus: Räume, Orte, Grenzen. Auf dem Weg zu einer Soziologie des Raums
Suhrkamp, Frankfurt 2006

 

SS 2007

"Doing Culture" Teil II

Als Fortsetzung des Seminars "Doing Culture" vom WS 2006-07 werden wir uns im SS 2007 auf verschiedene Diskussionsfelder zwischen Kulturanthropologie Kunst Performance begeben und diesmal insbesondere prozesshaft orientierte Kulturarbeit in Form performativer Praxis ins Blickfeld der Aufmerksamkeit rücken. Die im Interdisziplinären Projekt "RaumKlangKörperTheater" (s. LV 12.0005) erarbeiteten Rohmaterialien vom WS 2006/07 werden evaluiert, in Verbindung mit konzeptuellen Parametern für Performance-Arbeit diskutiert und schließlich in szenische Konzeptentwürfe überführt.

Die LV ist ein Angebot im Rahmen des "Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst / PLUS und MOZ" und steht inhaltlich in Verbindung mit dem Interdisziplinären Projekt, das in der Kollegienkirche Salzburg stattfindet.

Basislektüre

HÖRNING, Karl H. und REUTER, Julia (Hg.): Doing Culture. Neue Positionen zum Verhältnis von Kultur und sozialer Praxis
Transcript, Bielefeld 2004

Weitere Informationen (MozOnline)

 

WS 2006-2007

"Doing Culture" Teil I

Positionen zum Verhältnis von Kultur und sozialer (Musik- und Tanz-)Praxis

Als Fortsetzung des "Philosophischen Cafés" vom SS 2006 werden wir uns erneut auf Diskussionsfelder zwischen Kulturphilosophie – Kunst – Pädagogik begeben und diesmal insbesondere prozesshaft orientierte Kulturarbeit ("Doing Culture") sowie deren sozialkulturelle und (musik- und tanz-)pädagogische Relevanz ins Blickfeld der Aufmerksamkeit rücken.

Die LV ist ein Angebot im Rahmen des "Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst"/ Kooperation der Paris-Lodron-Universität Salzburg und Universität Mozarteum Salzburg. Sie steht inhaltlich in Verbindung mit einem Interdisziplinären Projekt, das mit der "TanzMusikTheaterWerkstatt", Universität Mozarteum, sowie den Projektpartnern "Österreichische Hochschülerschaft Mozarteum" (ÖH) und "Katholische Hochschulgemeinde der Universität Salzburg (KHG)" in der Kollegienkirche Salzburg stattfinden wird (s. "Interdiziplinäres Projekt").

Die Themen der künstlerischen Performancearbeit stehen im engen Dialog mit der textorientierten Arbeit im "Philosophischen Café". Hier werden Aufforderungskonzepte an die Künste der Gegenwart fokussiert, um einerseits ihre gesellschaftliche Relevanz zu hinterfragen und andererseits auf performativer Ebene sozialkulturelle Praxis als theatrale Form selbst zu erproben.

Basislektüre

HÖRNING, Karl H. und REUTER, Julia (Hg.): Doing Culture. Neue Positionen zum Verhältnis von Kultur
und sozialer Praxis
Transcript, Bielefeld 2004

 

SS 2006

Ein anderes "Café für Sokrates"

Nach dem Modell philosophischer Praxis von Marc Sautet ("Ein Café für Sokrates") werden wir uns auf verschiedene Diskussionsfelder zwischen Philosophischer Anthropologie – Kunst – Pädagogik begeben, deren Themen von den Veranstaltungsteilnehmern und -teilnehmerinnen vorgeschlagen und für je eine Diskussionswerkstatt (i.e. eine Lehrveranstaltungszeit) aufbereitet werden.

Das Café-Laboratorium ist offen für Studierende aller Studiengänge sowie für Gäste aus Salzburg und AndersWo. Serviert werden Tee und Kaffee, zunächst am Lehrveranstaltungsort, später evtl. an anderen Orten.

Basislektüre

SAUTET, Marc: Ein Café für Sokrates. Philosophie für jedermann.
Aus dem Französischen übersetzt von Eva Moldenhauer
Winkler, Düsseldorf 2001

 

WS 2005-2006

Konzepte von Identität – thematisiert und befragt im Rahmen künstlerischer und kunstpädagogischer Werkstattarbeit

Identität - Ein Konstrukt? Eine Legitimationsformel für Machtinteressen? Eine "Urform der Ideologie" (T. W. Adorno)?

In dem Wechselspiel zwischen Individualisierung und Entindividualisierung, zwischen Selbst- und Fremdbestimmung, wird Identität im Zusammenhang (musik- und tanz-) künstlerischer und künstlerisch-pädagogischer Werkstattarbeit unter der Perspektive vorläufiger und dynamischer Lebensentwürfe betrachtet, die immer wieder neu hergestellt werden müssen. Die Beschäftigung mit ausgewählten Facetten von personaler und interpersonaler Identität basiert u.a. auf der Auseinandersetzung mit Konzepten der "Patchwork-Identität" (Heiner KEUPP), der "Landstreicher"-Identität (Zygmunt BAUMAN) sowie der "Vielfalt der Teil-Selbste" (Helga BILDEN).

Basislektüre

BAUMANN, Zygmunt: Vom Pilger zum Touristen – Postmoderne Identitätsprojekte
In: KEUPP, Heiner: Lust an der Erkenntnis: Der Mensch als soziales Wesen.
Sozialpsychologisches Denken im 20. Jahrhundert
Piper, München 1995, S. 295–302
BILDEN, Helga: Das Individuum - ein dynamisches System vielfältiger Selbste
http://www.fmi.uni-passau.de/~huebner/Studium/ws0001_pollack_aest-kom/Helga_Bilden_-_Das_Individuum.pdf, zus.gefasst v. Chri. Hübner, S. 1–7
KEUPP, Heiner u.a.: Identitätstheorien. Das Patchwork der Identitäten in der Spätmoderne
Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1999

 

SS 2005

Inszenierung im Kontext ästhetischer Theorie und ästhetischer Werkstatt

"Inszenierung" ist ein Leitbegriff unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit geworden. Neben unterschiedlichen Konzepten zu Vorgängen eines In-Szene-Setzens (Martin SEEL, Dieter MERSCH, Erika FISCHER-LICHTE) werden in dieser LV Inszenierungsarbeiten der Lehrveranstaltungsleiterin mit der TanzMusikTheaterWerkstatt an der Universität Mozarteum zur Diskussion gestellt und deren spezifische Parameter – von interaktiver Impulsdramaturgie bis zur Inszenierung der Nicht-Inszenierung anhand von langjährigen Dokumentationsarbeiten befragt. Diese Befragungen werden ergänzt durch Reflexionen über philosophische, sozialkulturelle und gesellschafts-politische Aspekte im Rahmen weiterer offener Inszenierungsarbeiten. Falls von den Teilnehmer/innen gewünscht, werden beispielhaft ausgewählte Ereignis-Impulse zum Anlass für gemeinsame kurze szenische Projektarbeiten genommen.

Basislektüre

FISCHER-LICHTE, Erika: Ästhetik des Performativen. Kap. 7.1 Inszenierung
Suhrkamp, Frankfurt 2004, S. 318–332
MERSCH, Dieter: Ereignis und Aura. Kap. III "Vom Werk zum Ereignis"
Suhrkamp, Frankfurt 2002, S. 157–244
SEEL, Martin: Inszenieren als Erscheinenlassen. Über die Reichweite eines Begriffs
In: FRÜCHTL, Josef: Ästhetik der Inszenierung
Suhrkamp, Frankfurt 2001, S. 48–62

 

WS 2004/05

Performance – als Lebens- und Gesellschaftsentwurf

Auf der Suche nach einem Verständnis einer anthropologisch orientierten Kunst knüpft die Lehrveranstaltung an Konzepte eines erweiterten Kunstbegriffs an, einer Grundformel menschlichen Seins, in der Lebens- und Gesellschaftsentwürfe in ihrer Gesamtheit im Sinne praktischer Philosophie als Kunst bezeichnet werden.
Im Wechselspiel zwischen Ästhetik und Existenz, zwischen Kunst und Wissenschaft, zwischen kultureller und sozialer Praxis wird es insbesonders um die Frage gehen, inwieweit ausgewählte Performance-Konzepte für eine künstlerisch orientierte Pädagogik fruchtbar gemacht und in ästhetische Praxisfelder überführt werden können.

Basislektüre

VENT, Helmi: Performance – Facetten von Lebensentwürfen
In: BASTIAN, Hans Günther / KREUTZ, Gunter: Musik und Humanität
Schott, Mainz 2003, S. 89–106

 

WS 2003/04

Tanz und komplexe Kulturalität

Die Lehrveranstaltung folgt dem Thema der vom 06. bis 09.11.2003 stattfindenden Tagung der Gesellschaft für Tanzforschung "Tanz Anders Wo – Tanz und komplexe Kulturalität" im Tanzquartier Wien (s. Aushang). Aufgrund der Integration ausgewählter Themenstellungen der Wiener Tagung ist die Lehrveranstaltung nur in Verbindung mit der Teilnahme an dieser vorlesungsergänzenden Tagung absolvierbar.
(Gesamtaufenthalt in Wien: 5.–10.11.03)

Aus der Tagungsbroschüre:
"Unsere Raum- und Zeiterfahrungen lösen sich zunehmend aus den gewohnten geografischen bzw. kulturellen Zusammenhängen. Migration, elektronische Kommunikation und internationaler Tourismus führen dazu, daß Identität sich nicht mehr nur durch den Geburtsort definiert, sondern auch durch ihre Reise durch die Welt und deren Kulturen. Dabei werden Traditionen aufgenommen, mitgenommen, neu gedacht und verwandelt. Differenzen werden erlebt und erinnert, konstruiert und dekonstruiert. Als Körpergedächtnis dieses Prozesses ist Tanz ein privilegiertes Medium."

Basislektüre

KAROSS, Sabine / WELZIEN, Leonore (Hrsg.): Tanz – Politik – Identität. >
Jahrbuch Tanzforschung, Bd. 11, hsg. i.A. der Gesellschaft für Tanzforschung
LIT Verlag Münster/Hamburg/London 2001

 

SS 2003

Das "Erweiterte Kunstwerk"

Positionen in Kunst und Pädagogik

Die Lehrveranstaltung setzt die im WS 2002/03 begonnene Auseinandersetzung mit dem "Erweiterten Kunstbegriff" nach dem Verständnis von Joseph Beuys fort, diesmal in Verbindung mit dem "Beuys-Symposion vom 30.4. 4.5.2003 in Achberg/ Nähe Bodensee.

Orientiert an den Vorträgen des Symposions werden folgende Fragestellungen besonders fokussiert:

  • Positionen ästhetisch-politischer Bildung vor dem Hintergrund des "Erweiterten Kunstbegriffs"
  • Implikationen der Plastischen Theorie im Sinne Joseph Beuys' für kunstpädagogisches und in Ableitung für musik- und tanzpädagogisches Arbeiten
Basislektüre

SCHNEEDE, Uwe M.: Joseph Beuys – Die Aktionen
Hatje Verlag, Ostfildern 1994

 

WS 2002/03

"Das Mysterium findet im Hauptbahnhof statt" (Joseph Beuys)

Zur anthropologischen Dimension von Kunst

Auf der Suche nach einem Verständnis einer anthropologisch orientierten Kunst knüpft die Lehrveranstaltung beim "erweiterten Kunstbegriff" (Joseph Beuys) an, einer Grundformel des Seins, in der Gesellschafts- und Lebensentwürfe in ihrer Gesamtheit im Sinne praktischer Philosophie als Kunst bezeichnet werden.

Vor diesem Hintergrund richten sich die leitenden Fragen auf Vernetzungsverfahren

  • zwischen Kunst und dem Humanum
  • zwischen Kunst und Wissenschaft
  • zwischen kultureller und sozialer Praxis als offener Performance
  • zwischen Kunst und Kunstpädagogik.

Hier wird es im Wechselspiel zwischen Ästhetik und Existenz insbesondere darum gehen, das Bewusstsein zu schärfen sowohl für die eigene als auch für die zu vermittelnde (musik- und tanz-) künstlerische Praxis.

Basislektüre

HARLAN, Volker: Was ist Kunst?
Werkstattgespräch mit Joseph Beuys
Urachhaus, Stuttgart 1986

 

SS 2002

Kunst und ihre Funktion im Bildungsprozess

Wenn das Prinzip Kunst – ob als Entdeckung, Gestaltung, als Interaktion oder Interpretation, Symbolherstellung oder Lebensart verstanden – potentiell in uns allen vorhanden ist, stellt sich die Frage, wie Begegnungsfelder aufbereitet werden können, in denen Funktionen von Kunst erfahrbar und bearbeitbar sind. Wenn dann darüber hinaus die vielfältigen Funktionen von Kunst im Rahmen von Bildungsprozessen in ein Wechselspiel geraten dürfen, besteht die Chance einer Eröffnung reicher Spielräume für neue Gestaltungs- und Kommunikationsformen.

In diesem Zusammenhang wird eine Pädagogik der Künste nach der Art und Weise fragen, wie sich künstlerische Bildung im Prozess und Diskurs konstituieren kann.

Lektüre zur Lehrveranstaltung

(Vortrags-)Texte von Entwicklungspsychologen, Erziehungswissenschaftlern, und Musikpädagogen, die zum Themenblock "Kunst und ihre Funktion im Bildungsprozess" im Rahmen des Kongresses "Musik und Mensch" vom 7.–9. März 2002 an der Universität Mozarteum referiert haben: Rolf Oerter, Horst Rumpf, Hans Günther Bastian, Wilfried Gruhn, Franz Niermann.

 

SS 2001

Die Idee des "Lebenskunstwerks"

Anthropologische Aspekte gestaltender Tätigkeit

Nach der Auseinandersetzung mit der "Idee des Gesamtkunstwerks im 20. Jahrhundert" greift diese Lehrveranstaltung die Schlußdiskussion der letztjährigen Vorlesung auf, um sie in das Konzept des Lebenskunstwerks (LKW) zu überführen. Stand am Ende der Gesamtkunstwerk-Idee die Transformation und Erweiterung gestaltenden Tuns in ein soziales und anthropologisches Feld, so befragt die Ästhetik des Lebenskunstwerks das Leben als Kunstwerk selbst. "Wenn Gelb in Blau fließt, entsteht Grün. Wenn die Kunst im Leben auftaucht kommt es zur Lebenskunst ... eine Kunst, die das Leben erfaßt und durchzieht, so daß eine neue Kultur entsteht" (Paolo Bianchi, 1999). Inwieweit Lebenskunst in unserem Kulturkreis als ethische und ästhetische Kultur neue Realitäten – insbesondere klang- und körperintegrative Realitäten – schaffen kann, wird eine leitende Fragestellung der Lehrveranstaltung sein.

Basislektüre

BIANCHI, Paolo: Lebenskunst als Real Life. Kunstforum, Bd. 143, Jan./Febr. 1999

 

WS 2000/2001

Zur "unbekannten" Bildung

Oder: Eine Übung zur sokratischen Lehrkunst

Nichts gegen allerlei Lehrerhandwerk, nichts gegen eine gründliche Ziel- und Inhaltsdiskussion, nichts gegen gekonnte methodische Schritte vor dem Hintergrund einer wohldurchdachten Planung einer Unterrichtsstunde, nichts gegen solide Fachkenntnisse und souverän beherrschte fachspezifische Techniken. Allerdings ... Didaktische Fitneß ist nur ein Teil von dem, was einen Lehr-Lern-Prozeß ausmacht. Diese Lehrveranstaltung stellt bewußt Unbekanntes und Ungeplantes als Parameter unterrichtlicher Prozesse in den Mittelpunkt didaktischer Auseinandersetzung. Die "geplanten" (!) Übungen hierzu können dann ihre Wirksamkeit entfalten, wenn uns das Nicht-Wissen und die Leere im Kopf keinen Routineball mehr zuwerfen, der uns sagt, welche nächste methodische Karte wir im Planspiel ‚Unterricht’ ziehen könnten. Rettungsringe für die Schwimm-Übungen in unbekannten Gewässern sind diverse Schriften von Autoren (schwerpunktmäßig Horst Rumpf), die uns ermutigen, unser Notfallgepäck an Land zu lassen und während der Übungen den vermeintlichen Verlust von Souveränität auszuhalten, um Unvorhergesehenem mit Gelassenheit und dennoch Aufmerksamkeit zu begegnen. Schließlich werden wir einen Bogen spannen von verschiedenen Parametern der "Leere" bis zu aktuellen Fragen der Bildungsreflexion und Bildungskritik.

Basislektüre

RUMPF, Horst: Belebungsversuche. Ausgrabungen gegen die Verödung der Lernkultur
Weinheim und München 1987

 

WS 2000/2001

Zur Kultur des "Könnens"

Auf der Suche nach subjektorientierten Parametern

Die Lehrveranstaltung findet teilweise in Kooperation mit Studierenden anderer Studienrichtungen der Universität Mozarteum statt. Ausgangspunkt des gemeinsamen praxis- und theoriebezogenen Arbeitens ist das vokale bzw. instrumentale Können des/der einzelnen Teilnehmer/in auf der Basis "gelernter" Sing- und Spieltechniken. Durch Anregungen der Lehrveranstaltungsleiterin sollen die jeweiligen Techniken in erweiterten kommunikativen Zusammenhängen angewendet und in entsprechend erweiterten ästhetischen Zusammenhängen künstlerisch handhabbar gemacht werden. Die erfahrenen Prozesse der Umlenkung

  • von präsentativ-solistischer zu partnerorientierter-mitteilender Tätigkeit
  • von reproduktiver zu produktiver Tätigkeit

sollen von den teilnehmenden Studierenden des 2. Studienabschnitts der Studienrichtung "Musik- und Bewegungserziehung" unter ausgewählten Perspektiven in schriftlicher Form dokumentiert und didaktisch reflektiert werden. Aus Gründen der Kooperation mit Studierenden verschiedener Studienrichtungen wird die Lehrveranstaltung an 2 Wochenenden kompakt angeboten (s.o.).

Basislektüre

MANTEL, Gerhard (Hg): Ungenutzte Potentiale. Wege zu konstruktivem Üben
Schott Verlag, Mainz 1998

 

SS 2000

Die Idee der Inszenierung von Räumen

Das Interesse der Lehrveranstaltung gilt zeitgenössischen Strömungen und Leitideen des "Labor- und Inszenierungsfelds Raum". Dabei werden "Musik und Tanz im öffentlichen Raum" sowie "Der mediatisierte Raum" in ihren verschiedenen sozialen, ökonomischen und politischen Aspekten den Schwerpunkt bilden. Um die ästhetischen Hintergründe der genannten Strömungen verstehen und einordnen zu können, werden auch einige Vorläufer dieser Erscheinungsformen aus dem 20. Jahrhundert vorgestellt. Leitende Fragestellungen werden sein:

  • Welches Kunstverständnis steht hinter den Rauminszenierungsideen?
  • Welche Funktionen übernimmt der öffentliche und mediatisierte Raum im Bezugsfeld von Musik und Tanz bzw. Musik- und Tanzpädagogik?
  • Welche didaktische Bedeutung können jene spartenübergreifenden Konzepte für musik- und tanzpädagogische Arbeit haben und mit welchen Entwürfen können Pädagogen auf die vorgestellten Entwicklungen reagieren?

Grundlage der Orientierung und Auseinandersetzung bilden ausgewählte Texte sowie Ton- und Videobeispiele (Literatur- und AV-Liste in der Veranstaltung).

Basislektüre

FOUCAULT, Michel: Andere Räume
In: BARCK, Karlheinz et al. (Hg.): Aisthesis. Wahrnehmung heute oder Perspektiven einer anderen Ästhetik
Reclam, Leipzig 1990, S. 34–46

 

WS 1999/2000

Die Idee des "Gesamtkunstwerks" im 20. Jahrhundert

Die Diskussion um den Begriff Gesamtkunstwerk, damit einhergehend eine kontroverse Auseinandersetzung über Aufgabe und Selbstverständnis einer solchen künstlerischen Erscheinungsform, hat sich nach 1960 verstärkt. Das Verständnis reicht von verschiedenen Strömungen und Konzeptionen, vom "Totalen Theater" über "Aktionskunst", "Performance Art", "Audiovisuelle Experimente", "Multimedia-Art" bis zur Erneuerung des Gesellschaftsorganismus im Sinne einer "Sozialen Skulptur" bei Josef Beuys. Hier hat der Begriff Gesamtkunstwerk am wenigsten mit der "Vereinigung der Künste" zu tun, sondern ist eine Transformation und Erweiterung gestaltenden Tuns in ein soziales, anthropologisches Feld hinein, in dem der Bau der Gesellschaft als dem Gesamtkunstwerk mit künstlerischen Mitteln unternommen werden soll. Inwieweit oben genannte Ausprägungen im Rahmen erweiterter Kunstbegriffe für eine künstlerisch orientierte Pädagogik, u.a. Musik- und Tanzpädagogik, fruchtbar gemacht werden können, wird eine leitende Fragestellung der Lehrveranstaltung sein.

Basislektüre

SZEEMANN, Harald und SCHEEL, Walter (Hg.): Der Hang zum Gesamtkunstwerk.
Aarau und Frankfurt a.M. 1983

 

WS 1998/1999

Modern Trends in Central European Art

Lecture (Postgraduate Study Course)
Teaching language: English

The lecture aims to point out:

  • innovations and movements of the early twentieth century (especially "Dada" and Surrealism) as important sources of contemporary art in Europe
  • art movements in Europe and their sociological, political and cultural contexts after the Second World War
  • aesthetic ideas and paradigms in selected phenomena of contemporay art (settings, determinants, elements and materials, forms and structures; compositional techniques and practices; communicative components) selected works and concepts of artists (musicians, dancers, painters etc.)
  • Relations between the arts; between art and science; between art, science and culture; between art and art education
Basislektüre

HUXLEY, Michael and WITTS, Noel (ed.): The Twentieth-Century Performance Reader
Routledge, 1996

 

WS 1998/1999

Mauricio Kagel – Musik, Bewegung, Theater, Film

Seit Anbeginn seines Schaffens komponiert Mauricio Kagel in seinen szenischen und filmischen Produktionen heterogene Mischungen aus Klängen, Bewegungen, Aktionen, Materialien, Lichtquellen. Diese Heterogenität der Szenerie korrespondiert mit Kagels ästhetischer Auffassung, die "Widersprüche und Missverständnisse als etwas enorm Schöpferisches" begreift. Dass eine solche Ästhetik des Widerspruchs allem Fertigen, Fixierten, Modellhaften misstraut, wird eine zentrale didaktische Fragestellung der Lehrveranstaltung sein.

Mit dem Begriff "Dekomposition" schlägt Kagel eine Neueinschätzung der Elemente der Musik der Vergangenheit vor, nicht um historische Musik bzw. Kunst zu verneinen, sondern um Werte und Strukturen der Vergangenheit umzudeuten, was letztendlich auf (u.a. didaktische) Reflexion abzielt. Hier spiegelt die Arbeit Kagels die für unsere Zeit charakteristischen Annäherungen zwischen wissenschaftlichem und künstlerischem Denken wider, das sich häufig in seinen Schriften und Filmkompositionen über kulturelle, gesellschaftlich-politische, soziale und psychologische Probleme niederschlägt.

Grundlage der Orientierung und der ästhetisch-didaktischen Auseinandersetzung bilden ausgewählte Originaltexte und Filme von Mauricio Kagel.

Basislektüre

KAGEL, Mauricio und KLÜPPELHOLZ, Werner: Kagel ... /1991. Ostfildern 1998
SCHNEBEL, Dieter: Mauricio Kagel. Musik Theater Film. Köln 1970